Bad Lands

Nachdem ich letzte Woche ein bisschen was über meine Freizeitbetätigung verfasst habe, möchte ich das diese Woche noch etwas ausführen.

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Ich musste mich in Israel oft darüber wundern, wie viel von Allem dieses kleine Land auf noch viel kleinerem Boden unterbrachte. So gibt es in den Vereinigten Staaten den Bad Lands-Nationalpark, der 982,40 km² misst. In Israel gibt’s in der Nähe von Idan ein kleines Areal, das sich auch „Bad Lands“ nennt und durchwegs interessant ist:

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Es handelt sich um ein große Menge Wüstensand, die sich im Laufe der Jahrtausende aufgetürmt hat und eine halbfeste Masse bildet. Irgendwann haben die Israelis eine Schneise durchgeschlagen und eine Straße gebastelt.

Dahinter befindet sich in einem nach wie vor verminten Gebiet ein Wasserspeicher.

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Eine Fahrt mit dem Fahrrad durch die Gegend offenbart, dass der Vergleich mit dem amerikanischen Original wirklich nicht sehr weit hergeholt ist. Selbst der motivierteste Bauer hätte wohl seine Schwierigkeiten, in dieser Riesensandkiste etwas Vernünftiges anzubauen… Und die Israelis bauen einfach eine Straße…

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Es gibt noch eine andere geologisch ähnliche Umgebung, die mir außerordentlich gut gefallen hat. Um Idan finden sich kleine Canyons in den von Sand umschlungenen Weiten der Wüste.

Es ist möglich diese Schluchten zu betreten, jedoch sollte man es sich gut überlegen und genügend Wasser mit sich führen.

Zum einen sind die Wege teilweise stark verästelt und zum Zweiten ist der Sand nicht so stabil, wie er einem im ersten Moment vorkommt. Ein Ausbruchsversuch meinerseits hat damit geendet, dass ich voller Sand auf dem Bauch in die Senke zurückgerutscht bin und irgendwoanders einen Ausweg suchen musste.

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Dabei sollte man keine Panik aufkommen lassen. Man weiß zwar nicht, wo man gerade ist und wie man wieder herauskommt, aber immerhin ist es (außer Mittags) recht schattig da unten.

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Trotz allem findet sich hier eine recht faszinierende Tierwelt und recht skurrile Formationen. Bis heute habe ich mir eine Art kindliche Neugierde bewahrt, die mich solche Plätze stets mit gewaltiger Neugierde betrachten lässt – und ich wurde nicht enttäuscht.

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Nur hatte ich teilweise ein wenig Sorgen wegen der Minen. Aufgrund der Springfluten jeden Frühling kann es natürlich passieren, dass die Eine oder Andere irgendwo in meinem Weg landet. Trotz allem schien mir das Schicksal gnädig und ich brachte zahlreiche interessante Fotos heim…

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